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21. Oktober 2026

Photovoltaik-Anlage:
Diese Entscheidung können Interessierte nur noch kurz treffen

Ab 1. Januar 2027 soll es für neue Solaranlagen keine 20 Jahre garantierte Vergütung mehr geben. Beschlossen ist das noch nicht, aber der Entwurf liegt im Bundestag.

Für Hausbesitzer stellt sich damit eine Frage, die vor einem Jahr niemand gestellt hat: Lohnt sich Photovoltaik jetzt noch, oder ist der Zug abgefahren? Die Antwort steckt in zwei Zahlen: 7,7 Cent und 37 Cent.

Viele Hausbesitzer denken bei Photovoltaik: „Die goldenen Zeiten sind vorbei.“ Tatsächlich gab es zur Jahrtausendwende über 50 Cent pro Kilowattstunde (kWh) für eingespeisten Solarstrom, heute ist es deutlich weniger. Lohnt sich eine PV-Anlage 2026 z. B. auf dem Einfamilienhaus dann überhaupt noch?

Unsere Antwort: Ja. Nur rechnet sich die Anlage heute aus anderen Gründen als früher. Hier sind vier davon.

Sichern Sie sich 20 Jahre feste Vergütung, solange es sie noch gibt

Die gute Nachricht zuerst: Anlagen, die bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb genommen werden, sichern sich die Einspeisevergütung für 20 Jahre.

Zu unterscheiden ist dabei zwischen:

  • Teileinspeisung (Überschusseinspeisung): Der selbst verbrauchte Solarstrom wird nicht eingespeist. Vergütet wird nur der überschüssige Strom, der ins öffentliche Netz gelangt.
  • Volleinspeisung: Der gesamte erzeugte Solarstrom wird ins Netz eingespeist. Dafür gelten höhere Vergütungssätze.

Wer 2026 eine Anlage in Betrieb nimmt, erhält für den ins Netz eingespeisten Strom eine Einspeisevergütung – bei Anlagen bis 10 Kilowattpeak (kWp) aktuell ca. 7,7 Cent pro Kilowattstunde bei Teileinspeisung und ca. 12 Cent bei Volleinspeisung. Hier gilt es jedoch eine Staffelung je nach Größe der Anlage zu beachten. Kilowattpeak ist die Maßeinheit für die Spitzenleistung einer Anlage. Die o. g. Sätze gelten für 20 Jahre plus den Rest des Jahres der Inbetriebnahme. Bei der Teileinspeisung verbrauchen Sie Ihren Strom zuerst selbst und speisen nur den Überschuss ein. Bei der Volleinspeisung geht der gesamte Strom ins Netz.

Der Zeitpunkt der Inbetriebnahme ist entscheidend. Das Bundeskabinett hat am 29. Juli 2026 eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) beschlossen. Der Gesetzentwurf sieht vor, die Förderung neuer Photovoltaikanlagen schrittweise von der festen Einspeisevergütung auf die Direktvermarktung umzustellen.

Für bestimmte Neuanlagen soll ab 2027 anstelle der bisherigen langfristigen Vergütung eine befristete Übergangszahlung von bis zu 5,2 Cent pro Kilowattstunde für höchstens 36 Monate vorgesehen werden. Anschließend soll der eingespeiste Strom grundsätzlich direkt vermarktet werden. Dabei wird der Strom beispielsweise über einen Direktvermarkter am Strommarkt verkauft.

Wichtig: Zum Stand der Artikelveröffentlichung ist die EEG-Reform noch nicht endgültig verabschiedet. Änderungen am Gesetzentwurf sind daher weiterhin möglich. Für Anlagen, die noch 2026 in Betrieb genommen werden, ist nach dem Entwurf grundsätzlich vorgesehen, die bisherige Förderung zu schützen. Maßgeblich sind letztlich das verabschiedete Gesetz und die geltenden gesetzlichen Voraussetzungen.

Eigen produzierter Strom ist ein Vielfaches günstiger als Netzstrom

Der eigentliche Hebel ist heute der Eigenverbrauch, also der Strom, den Sie selbst nutzen. Netzstrom kostet 2026 im Durchschnitt rund 37 Cent pro Kilowattstunde, die Einspeisevergütung liegt bei knapp 8 Cent. Jede kWh vom eigenen Dach, die Sie selbst verbrauchen, spart Ihnen also gut das Vierfache dessen, was Sie beim Einspeisen bekämen. Je mehr Solarstrom Sie im Haushalt nutzen (Waschmaschine, Wärmepumpe, E-Auto), desto besser rechnet sich die Anlage.

Photovoltaik-Module auf einem Ziegeldach

Die Anschaffung ist günstiger geworden – und steuerlich attraktiv

Für Kauf und Installation einer Photovoltaikanlage gilt der Nullsteuersatz, das heißt keine 19 % Mehrwertsteuer, bei einer typischen 10-kWp-Anlage inklusive Speicher. Auch die Einnahmen sind bei Anlagen bis 30 kWp von der Einkommensteuer befreit.

Als grobe Orientierung: Eine PV-Anlage mit 10 kWp kann – abhängig von den Anschaffungskosten, dem Eigenverbrauch und den laufenden Kosten – eine jährliche Rendite von etwa 3 bis 6 Prozent erzielen. Das sind unverbindliche Richtwerte, keine Garantie. Wie wirtschaftlich die Anlage tatsächlich ist, hängt u. a. von der Dachausrichtung und Verschattung, dem Stromverbrauch, einem möglichen Batteriespeicher sowie der Nutzungsdauer und den zugrunde gelegten Strompreisen ab. Eine belastbare Einschätzung erfordert eine individuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung, z. B. durch unser Expertenteam.

Mit Batteriespeicher werden Sie unabhängiger und sind für die Zukunft gerüstet

Ein Batteriespeicher hebt Ihren Eigenverbrauch deutlich an, weil er den ungenutzten Strom vom Mittag für den Abend aufbewahrt. Die Speicherpreise sind zuletzt stark gefallen. Da die Vergütung für das Einspeisen in Zukunft eher sinken dürfte, gewinnt genau dieser Baustein an Bedeutung. Auch wer zunächst ohne Speicher startet, kann später nachrüsten, wenn die Anlage dafür ausgelegt ist. MEIKOWE berät Sie dazu gerne unverbindlich.

Lohnt es sich für alle Dächer?

Es gilt nicht für jedes Dach. Stark verschattete Flächen, sehr geringer Stromverbrauch oder ein Dach kurz vor der Sanierung sprechen für eine genauere Prüfung. Deshalb lohnt sich vorab eine individuelle Berechnung statt einer Pauschalaussage. Die Mitarbeitenden bei MEIKOWE haben bereits mehr als 1.200 Anlagen installiert – wir prüfen Ihre Möglichkeiten gerne individuell.

Fazit: Finden Sie heraus, ob sich Photovoltaik für Ihr Dach lohnt

Photovoltaik lohnt sich 2026 für die meisten Dächer weiterhin. Die Anlagen sind günstiger, Netzstrom ist teuer, und die 20-jährige Einspeisevergütung gibt es noch für Anlagen, die dieses Jahr in Betrieb gehen.

Ob und wie schnell sich eine PV-Anlage für Sie rechnet, hängt unter anderem von Ihrem Stromverbrauch, der Dachausrichtung und einem möglichen Batteriespeicher ab.

MEIKOWE prüft Ihre Möglichkeiten individuell und berät Sie unverbindlich und kostenfrei. Profitieren Sie von mehr als 20 Jahren Erfahrung in der Planung und Installation von Photovoltaikanlagen.

Sichern Sie sich jetzt Ihre persönliche Einschätzung zur Wirtschaftlichkeit Ihrer Anlage. Rufen Sie uns an unter 06558 / 9292-0 oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Die MEIKOWE GmbH ist ein in zweiter Generation familiengeführtes Unternehmen mit Tradition: Seit 1978 stehen wir für zuverlässige Elektrotechnik, Altgeräterecycling, Kundendienst und höchste Servicequalität.

Stand: 21. Oktober 2026. Die Rahmenbedingungen können sich ändern.
Quellen: Statistisches Bundesamt (destatis.de), Bundesnetzagentur, Bundeswirtschaftsministerium (EEG-Novelle)

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